Internationale Beteiligung beim Sommersegelkurs auf dem Wittensee: 36 Jugendliche aus den USA, Schweden und ganz Deutschland treffen sich, um Segeln zu lernen oder ihre Kenntnisse zu verbessern. Der Sommersegelkurs für Jugendliche ist der alljährliche Höhepunkt im Ausbildungsprogramm des Wassersportclubs am Wittensee (WSCW). Aktuell laufen neben der ständigen Ausbildung der Vereinsjugend Anfänger- und Fortgeschrittenenkurse für Erwachsene. Ein Lehrgang für den Erwerb des Sportsegelscheins des Deutschen Segler-Verbandes, Voraussetzung für die Teilnahme an Ranglistenregatten, wurde bereits abgeschlossen.
Für diese rege Tätigkeit wurde der Verein mehrfach mit der „Auszeichnung für Ausbildung“ vom Deutschen Segler-Verband geehrt. 36 Jugendliche im Alter zwischen 8 und 14 Jahren sind der Teilnehmerkreis des Sommersegelkurses des WSCW, der in der ersten Ferienwoche in Schleswig-Holstein auf dem Wittensee durchgeführt wird. Diesmal ist die Beteiligung international: neben zwei Teilnehmern aus Glen Rock im Bundesstaat New Jersey in den USA kommt ein Mädchen aus Stockholm in Schweden. Mit einem Geschwisterpaar aus Berlin und einem Mädchen aus Köln hatten auch mehrere deutsche Teilnehmer eine weite Anreise.
Ergänzt wird der Kurs durch Kinder aus der näheren Umgebung, aus Kiel, Eckernförde und Rendsburg, aber auch aus Hohn und Nübbel. Zahlreiche Ausbilder kümmern sich um den seglerischen Nachwuchs: der Vereinsvorsitzende Dieter Gerngroß, seine Vertreterin Marla Mackay, die Jugendwartin Anneke Deigmüller, Norbert Hingst, der Vorschoter von Eilt-Jürgen Entjer, Vizeeuropameister 1979 in der Piratenjolle sowie der Trainer des WSCW Andreas Timm aus Schleswig.
Das Ausbildungsprogramm läuft getrennt: für die 18 Jugendlichen, die noch nie auf einem Segelboot gesessen sind, erfolgte bereits am ersten Nachmittag nach einer kurzen Einweisung mit den Optimistenjollen ein Ausflug auf den See - abgesichert durch die Trainermotorboote. Die zweite Gruppe - die als Vereinsmitglieder am laufenden Training teilnehmen oder die schon im letzten Jahr am Kurs teilgenommen hatten - nutzten Zweihandjollen, um einen Trainingskurs mit zwei Tonnen zu umrunden. Für die Neulinge hat der Vereinsvorsitzende Dieter Gerngroß ein Ziel ausgegeben: „Am Ende der Schulungswoche soll jeder selbstständig mit einer Optimistenjolle vom Steg ablegen, eine Wendemarke auf dem See umrunden und wieder am Steg anlegen können.“ Dazu gibt es Unterricht in der Segeltheorie. Behandelt werden die Stellung der Segel zur jeweiligen Windrichtung, um den Kurs zum Ziel zu bestimmen sowie über die Teile eines Segelbootes und ihren Verwendungszweck. Praktisch erlernen die Teilnehmer neben dem Segeln die notwendigen Knoten und ihre Verwendung bei der Bedienung der Segel sowie beim Festmachen des Bootes am Steg. Text: Manfred E. Fritsche